Flüchtlingspolitik – piratig gedacht!

CC: blu-news.org @flickr

In der Flüchtlingsdebatte dreht sich meistens alles um dieselben Fragen: Wieviele Flüchtlinge sollen wir aufnehmen? Wer muss wieviele Betten bereitstellen? Diese Fragen zielen an den wahren Problemen vorbei. Asylsuchende Menschen (auch unbegleitete Kinder) kommen aus Ländern, die von langwierigen Bürgerkriegen und humanitären Notlagen zerrüttet sind. Sie werden nicht von heute auf morgen in ihre Heimat zurückkehren können, sondern sie werden Jahre bei uns verbringen und viele werden hier bleiben. Es liegt auf der Hand, dass nicht nur Betten, sondern nur gute Integrationsmassnahmen eine gefährlich tickende soziale Zeitbombe verhindern können. Flüchtlinge sind Menschen und brauchen Perspektiven. Das heisst alltagsorientierte Deutschkurse, psychologische und medizinische Betreuung, Möglichkeiten, wirtschaftlich auf eigene Beine zu kommen, und Wohnraum. Flüchtlinge sollen ihrem Ausbildungsstand entsprechend im Arbeitsmarkt vermittelt werden oder eine Kurzlehre absolvieren. Jobs im Niedriglohnbereich gäbe es genügend und auch Fachkräfte sind immer gesucht. Der Aufenthalt in Asylzentren soll möglichst kurz sein und der Vermittlung von Sprache und Kultur dienen. Danach sollen auch Menschen mit Asylstatus eine Wohnung beziehen und arbeiten können. Damit das alles möglich wird, braucht es aber nicht zuletzt unsere Bereitschaft und Offenheit, diese Menschen in unserem Alltag zu tolerieren und unsere Türen nicht vorsorglich zu verschliessen!

Severin Bischof, Nationalratskandidat & Präsident Piratenpartei SG AR AI


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